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​Wie können die Abgasemissionen der BHKWs eingehalten werden?

Die neu eingeführte 44. Verordnung des Bundesemissionsschutzgesetzes (BImSchV) setzt strenge Grenzen für Emissionswerte.


Für Sie als Betreiber von kleinen und mittleren Feuerungsanlagen gilt damit vor allem:

  • Verschärfung der Stickoxid-Grenzwerte (NOx), Formaldehyd-Grenzwerte (HCHO) und Kohlenstoffmonoxid-Grenzwerte (CO)
  • Einführung eines Grenzwerts für organische Stoffe (THC-Grenzwert, angegeben als Gesamtkohlenstoff) und für Ammoniak (NH3)


Wer die bisherigen Verordnungen zu unübersichtlich fand, dürfte jetzt Glück haben – denn die neue 44. BImSchV fasst die bisherigen Anforderungen zusammen und aktualisiert sie hinsichtlich des technischen Standes. Entsprechende Motoreinstellungen und Abgasnachbehandlungssysteme unterstützen Sie dabei, die geplanten Emissionsgrenzwerte sicher einzuhalten. Natürlich können Sie so ohne viel Aufwand auch Bestandsanlagen nachrüsten:

  • Oxidationskatalysatoren und optimierte Brennraumgestaltung zur Einhaltung der Formaldehyd- und Kohlenmonoxid-Grenzwerte
  • SCR-Katalysator für die Reduktion von Stickoxid und Ammoniak und zur Stabilisierung

#1

​Wie können die Wartungszyklen und Wartungspläne des BHKWs angepasst werden?

Klar ist: Anlagen sollten stets überprüft und gewartet werden. Besichtigen Sie den Kühler im Betrieb in regelmäßigen Intervallen, um etwaige Schäden durch Witterungseinflüsse, Fremdkörper oder Verschmutzung der Notkühlung und der Gemischkühlung rechtzeitig zu erkennen. Zu einer sorgfältigen Kontrolle gehört außerdem eine Anlagendokumentation und eine Überprüfung Ihrer Systemkomponenten – einschließlich fachgerechter Entlüftung und Kühlwasserüberprüfung.


Monatlich ist der Tischkühler zu kontrollieren und bei Bedarf schonend zu reinigen; die Kontrolle des Wasserdrucks der beiden Kühlwassersysteme und die Überprüfung auf Dichtheit sollte hingegen täglich erfolgen.

Vor allem im flexiblen Betrieb müssen bestimmte Bauteile häufiger gewartet werden. Schauen Sie also zukünftig nicht mehr nur auf die Betriebsstunden, sondern auch auf die Anzahl der Starts.

Ganz schön viel zu beachten – wenn Ihnen jetzt der Kopf brummt, bietet Energas eine proaktive Wartungsplanung an. Sobald ein Wartungsintervall fällig ist, melden wir uns bei Ihnen! Darüber hinaus können Sie auch eine Schulung vor Ort in Anspruch nehmen, die eine Jenbacher Zertifizierung beinhaltet.

#2

​Wie kann die neue technische Anschlussregel des BHKWs nach VDE 4110 umgesetzt werden?

Die neue Regelung VDE-AR-N 4110 „TAR Mittelspannung“ gilt seit April 2019 für alle BHKWs, die ihren Netzanschlusspunkt am Mittelspannungsnetz eines Netzbetreibers haben und bezieht sich auf Erzeugungsanlagen bzw. -einheiten und auf Speicher. Ziel der neuen Regelung: die Vielzahl der Unterlagen zu reduzieren und den Anlagenbetrieb zu vereinfachen.


Für Neuanlagen gelten damit erweiterte technische Eigenschaften von Erzeugungsanlagen – beispielsweise ein geänderter Blindleistungsbereich oder erweiterte Anforderungen an das Schutzkonzept. Die Anforderungen müssen Sie durch neue Einheiten- oder Komponentenzertifikate bestätigen lassen – bestenfalls schon vor der Planungsphase Ihrer BHKW-Anlage, spätestens aber vor Inbetriebnahme. Fest steht auf jeden Fall, dass eine Inbetriebnahme ohne Anlagenzertifikat nicht möglich ist.


Sie können sich an drei verschiedenen Typen von Anlagenzertifikaten orientieren:

  • Typ A, für Erzeugungsanlagen > 950 kWel
  • Typ B, für Erzeugungsanlagen 135-950 kWel
  • Typ C, Einzelnachweis für bspw. Prototypen oder Generatoren > 10 mWel

#3

​Wie können Sie den zuverlässigen Start Ihres BHKWs gewährleisten?

Ihr BHKW muss ein gutes Startverhalten aufweisen – oder anders gesagt: Das BHKW muss in einer möglichst geringen Zeit von der Nulllast auf Teil- oder sogar Volllast gebracht werden.


Betreiber von Biogasanlagen stehen dabei vor allem vor der Herausforderung, dass Biogas bei jedem Start eine andere Zusammensetzung und Qualität aufweist. Für einen zuverlässigen Start braucht Ihre Anlage also vor allem vier Eigenschaften: konstanten Vordruck, schnelle und präzise Gasdosierung und Flexibilität hinsichtlich der Einstellung auf verschiedene Gasqualitäten und Heizwerte. Optimal eingestellte Zündkerzen perfektionieren den Start und sorgen für einen reibungslosen Ablauf.


Bei häufigeren Starts steigt zwangsläufig auch der Komponentenverschleiß. Um diesen zu minimieren, Ihr Budget zu schonen und darüber hinaus noch einen schnellen Start zu sichern, werden Jenbacher-BHKWs standardmäßig mit einer Vorwärmung ausgerüstet.


Sowohl Vorwärmung als auch Vor- und Nachschmierung schonen den Motor, ermöglichen, dass er innerhalb von Sekunden oder wenigen Minuten voll belastet werden kann und verringern deutlich den Verschleiß. Natürlich müssen im flexiblen Betrieb bestimmte Bauteile auch öfter gewartet werden. Schauen Sie also zukünftig nicht mehr nur auf die Betriebsstunden, sondern auch auf die Anzahl der Starts bei den Wartungsintervallen.

#4

​Worauf Sie bei der Auswahl eines Servicepartners achten sollten, erfahren Sie hier.

​Ein guter Service sowie eine solide Wartung und Instandhaltung sind für den zuverlässigen und langlebigen Betrieb Ihres BHKWs unerlässlich. Es sollten auf jeden Fall immer mehrere Angebote eingeholt werden und deren Preis-Leistungs-Verhältnis miteinander verglichen werden.

Ausschlaggebend sind neben dem Leistungsumfang vor allem gut ausgebildete und dezentral eingesetzte Servicekräfte, eine hohe Verfügbarkeit des Service-Partners, gewährte Garantien für die Anlagenverfügbarkeit sowie Individualität, die besonders bei Flex-BHKWs relevant ist.

Achten Sie bei der Suche nach einem Anbieter unbedingt auch darauf, welche Referenzen der Partner Ihrer Wahl hat. So müssen zertifizierte IB-Techniker, die die Inbetriebnahme Ihrer BHKW-Anlage vornehmen dürfen, die Befähigung und auch die Erlaubnis vom Hersteller besitzen, die notwendige Software im Rahmen einer Erstinbetriebnahme aufzuspielen.

Außerdem ist es wichtig, sich vorab einen Überblick über die detaillierten Kosten (Anfahrt, Spesen, Pauschalpreis etc.) zu verschaffen und diese genau zu kalkulieren. Ein Entscheidungskriterium sollte auch sein, wie die Versorgung und Verfügbarkeit im Notfall sowie an Wochenenden und Feiertagen aussieht.

Besprechen Sie mit der Servicefirma, ob sie auch Komponenten betreut, die nicht zum Motor gehören wie zum Beispiel Lüftung, Abgas-Wärmetauscher, Katalysatoren oder Gasaufbereitung und informieren Sie sich über das Angebot zusätzlicher Leistungen wie die Interpretation von Messdaten.

#5

Erfahren Sie, wie wir Ihre KWK-Anlagen und Blockheizkraftwerke mittels Fernzugriff Tag und Nacht im Blick behalten.

Um die Sicherheit Ihrer Anlagen müssen Sie sich keine Gedanken machen, denn per Fernzugriff haben wir sie Tag und Nacht im Blick. Ermöglicht wird das durch das Fernüberwachungs- und Diagnosesystem „myPlant™“, einer webbasierten Plattform zur Verbesserung der Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Performance.


Über einen 24/7 Remote-Login und einen Remote-Reset für unkritische Alarme können wir so neben vielen Diagnosemöglichkeiten und Supportangeboten die Aufrechterhaltung der Produktivität garantieren und Ihre Anlage im Auge behalten.


Für Sie als Kunde bedeutet das nicht nur eine höhere Effizienz, sondern auch eine erhöhte Betriebszeit. Erweiterte Analysen können die verbleibende Lebenszeit von Schlüsselkomponenten vorhersagen und somit eine verbesserte Anlageverfügbarkeit und eine Reduzierung der Gesamtkosten sichern.


Eine verbesserte Nachverfolgung von historischen Daten und Motornachrichten hilft bei der Diagnose von Motorproblemen und reduziert so den Gasverbrauch. Die vorbeugende Wartung unterstützt Sie bei der Erkennung und Vorhersage von kleineren Problemen, bevor sie zu großen Problemen werden.


Für den Fernzugriff benötigen Sie neben einem Internetzugang keine zusätzliche Hard- oder Software.

#6

Die wichtigsten Punkte der 44. BImSchV auf einen Blick

Die neue Verordnung über mittelgroße Feuerungs-, Gasturbinen- und Verbrennungsmotoranlagen ist in Kraft getreten. Diese sogenannte 44. BImSchV löst die bisher geltenden Regelungen der TA Luft ab und enthält neben schärferen Emissionsgrenzwerten sowie kürzeren Messintervallen u.a. auch neue Pflichten zu Nachweisen, Dokumentationen und Meldungen. Wir haben die wichtigsten Grenzwerte für Sie in einem PDF zusammengefasst.

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