Hier entsteht ein Glossar mit Fachbegriffen rund um BHKW-Anlagen. In Kürze finden Sie hier ein umfangreiches Nachschlagwerk mit den wichtigsten Definitionen.

Abgaswärmetauscher (AWT)
Abgaswärmetauscher sind ein effektives Instrument zur Rückgewinnung von Abwärme aus verschiedenen Abgasen. Diese Wärmetauscher erhöhen den Wirkungsgrad einer BHKW-Anlage. Sie nutzen die Abgaswärme aus dem BHKW und übertragen diese auf ein Wärmeträgermedium, wie beispielweise Dampf oder Wasser. Die dadurch entstandene Energie wird einem Prozess zugeführt oder als Heizwärme genutzt.

Absorptionskälte
Absorptionskältemaschinen erzeugen Klimatisierungskälte, indem zwei Substanzen, die sich im thermischen Gleichgewicht befinden, durch Wärmezufuhr getrennt und durch Wärmeabfuhr wiedervereinigt werden. Die gezielte Wärmezufuhr und -abfuhr im Vakuum bei unterschiedlichen Druckverhältnissen bringt die Stoffe ins Ungleichgewicht und zwingt sie somit zur Desorption bzw. Absorption. Zur Erzeugung von Klimakälte im Temperaturbereich von 6°C bis 12°C werden meist Wasser (Kältemittel) und Lithiumbromid-Salz (Absorbens) eingesetzt. Ammoniak (Kältemittel) und Wasser (Absorbens) werden zur Erzeugung von Tieftemperaturkälte bis Minus 60°C verwendet.

Abwärme
Abwärme ist ein Produkt, das durch die Nutzung von technischen Geräten sowie Produktions- und Energieumwandlungsanlagen entsteht und ein hohes Maß an Energiepotenzial besitzt. Auch bei der Stromerzeugung in Biogasanlagen bietet der Gebrauch von Abwärme ein enormes Potenzial an Energie und kann damit zur Wärmegewinnung für Heizzwecke genutzt werden.

AN Acid Number (Säurezahl)
Die Säurezahl stellt eine chemische Einheit dar, die zur Kennzeichnung von sauren Bestandteilen in Ölen oder Fetten dient. Sie verdeutlicht, wie viel Milligramm Kaliumhydroxid für die Neutralisation der freien Fettsäuren in einem Gramm Fett benötigt werden.

Automatikstart
Bezeichnet das automatische Starten einer BHKW-Anlage je nach aktueller Strom- oder Wärmenachfrage.

Bauernhof 4.0
Der Bauernhof 4.0 steht für den Aufbau und die Sammlung von vielen unterschiedlichen Daten eines landwirtschaftlichen Betriebes. Die Ansammlung und Digitalisierung dieser Daten (Big Data) kann die verschiedenen Arbeitsprozesse eines Landwirts vereinfachen und beschleunigen, beispielsweise können die digitalen Messwerte zu digitalen Karten zusammengesetzt werden, die die präzise Nutzung von unterschiedlichen Maschinen fördert. Die Rolle der Industrie 4.0 wird auch in der Landwirtschaft zukünftig wachsen, da durch Automatisierung enorme Einsparpotenziale realisiert werden können.

BDEW-Richtlinie
Die Mittelspannungsrichtlinie, die von dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. beschlossen wurde, gilt seit dem 01. Januar 2009 für alle Erzeugungsanlagen, die auf Mittelspannungsebene ins Netz einspeisen. Die Richtlinie dient der Versorgungsqualität der Stromversorger. Deshalb können sich die Erzeugungsanlagen regulierend bei der Spannungshaltung einbringen.

Bedarfsgerechte Stromerzeugung
Unter bedarfsgerechter Stromerzeugung versteht man die Produktion von Strom aus Biomasse, Klär- oder Erdgas, welcher als flexible Energie zur Verfügung steht. Die Schwankungen zwischen dem Angebot von Strom und der Nachfrage des Verbrauchers sollen in Einklang gebracht werden. Das bedeutet, dass mehr Strom erzeugt wird, wenn mehr Strom nachgefragt wird oder wenn Wind- oder Solarkraft aufgrund der Wetterlage keinen Strom produzieren. BHKWs sind aufgrund ihrer wetterunabhängigen Stromerzeugung für den flexiblen Einsatz perfekt geeignet.

Bestandsanlage
Laut EEG ist eine Bestandsanlage eine BHKW-Anlage, die der derzeitige Eigentümer vor dem 01.08.2014 als Eigenerzeuger betrieben hat. Zusätzlich ist eine Bedingung, dass der Strom in räumlichem Zusammenhang mit der Stromerzeugungsanlage genutzt wird oder eine Eigenversorgung ohne Direktleistung und Anschluss an das allgemeine Netz besteht.

Laut KWK-Gesetz gilt jede Stromerzeugungsanlage als Bestandsanlage, die vor dem 23.01.2014 nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz genehmigt wurde oder nach einer anderen Bestimmung des Bundesrechts zugelassen worden ist. Das gilt auch, wenn sie erst nach dem 01.08.2014 erstmals Strom erzeugt hat, allerdings nur, wenn sie vor dem 01.01.2015 zur Eigenversorgung im Sinne des EEG 2014 genutzt wurde.

Außerdem sind auch Anlagen als Bestandsanlage zu behandeln, die Bestandsanlagen an demselben Standort erneuern, erweitern oder ersetzen. Ausnahme ist, wenn die installierte Leistung durch die Erneuerung, Erweiterung oder Ersetzung um mehr als 30 Prozent erhöht wurde.

BHKW-Modul
BHKW-Module unterscheiden sich in ihrer maximal erreichbaren elektrischen Leistung. Die Energieleistung der BHKW-Module kann zwischen einem Kilowatt bis hin zu über mehreren zehn Megawatt liegen.

Blindleistung
Blindleistung bezeichnet die Leistung, die für den Aufbau eines Magnetfeldes benötigt wird, da sie beim Abbau des Feldes wieder an das Netz zurückgegeben wird. Die Blindleistung ist also lediglich dazu da, um eine Spannung zu erzeugen. Sie wird in Voltampere Reaktiv angegeben.

Bei reinem Blindstrom wird nur Blindleistung über das Stromnetz übertragen und keine Wirkleistung (= nutzbare Leistung), was bedeutet, dass keine Energie über die Leitung übertragen wird, da die gesamte Leistung als Blindleistung lediglich vor- und zurückläuft. Sie verbraucht sich dadurch nicht und belastet das Stromnetz dadurch zusätzlich. Dem wird mit Blindleistungskompensation entgegengewirkt.

BImSchG
Das BImSchG ist die Abkürzung für Bundes-Immissionsschutzgesetz. Das Gesetz steht genauer für den Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigung, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge.

Biogas
Biogas entsteht aus einem biologischen Gärungsprozess, der die biologische Masse in unterschiedliche Bestandteile zersetzt. Das resultierende Produkt dieser Zersetzung – das Biogas – ist u.a. zusammengesetzt aus den Hauptbestandteilen Methan, Kohlendioxid, Wasserdampf und Sauerstoff. Das Energiepotenzial von dem entstandenen Biogas ist abhängig von dem Methangehalt. Ein Beispiel: Bei einem Methangehalt von 40% beträgt die Energie von einem Kubikmeter Biogas in etwa vier Kilowattstunden.

Biogasspeicher
Die Biogasproduktion im Bioreaktor unterliegt Schwankungen. Aus diesem Grund ist ein Biogasspeicher unabdingbar. Der Biogasspeicher dient als Zwischenspeicher von Biogas in einer Biogasanlage. Er gleicht Überschüsse in der Biogasanlage aus. Je mehr Speichervolumen die Biogasanlage besitzt, desto höher ist die Wirtschaftlichkeit. Es gibt sowohl integrierte als auch externe Biogasspeicher.

Biomasse
In Bezug auf erneuerbare Energien werden als Biomasse alle tierischen und pflanzlichen Stoffe, die als Energieträger verwendet werden, definiert. Zur Biomasse zählen damit unter anderem Abfälle und Nebenprodukte aus Land-, Fischerei- und Forstwirtschaft, Resthölzer oder Bioabfälle. Auszuschließen sind Brennstoffe, wie Erdgas oder Kohle. Biomasse kann in den unterschiedlichen Aggregatzuständen zur Wärme- und Stromerzeugung genutzt werden.

Blockheizkraftwerk (BHKW)
Blockheizkraftwerke (auch Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) genannt) erzeugen gleichzeitig Wärme und Strom. Mit Blockheizkraftwerken wird die beim Motorbetrieb anfallende Abwärme wirtschaftlich genutzt, wodurch Gesamtwirkungsgrade bis über 90% erreicht werden. Durch diese effiziente Form der Energieumwandlung werden bei Gasmotor-Blockheizkraftwerken Primärenergieeinsparungen von rund 40% gegenüber der getrennten Strom- und Wärmeerzeugung erzielt. Durch die dezentrale Aufstellung der Anlagen in unmittelbarer Nähe des Verbrauchers können Leitungs- und Verteilungsverluste reduziert bzw. vermieden werden.

BN Base Number
Die Basenzahl stellt eine chemische Einheit dar, die zur Charakterisierung von basischen Bestandteilen in Ölen oder Fetten dient. Die Basenzahl wird anhand des Restgehaltes an alkalischem Additiv in dem jeweiligen Stoff bestimmt.

Brutto- bzw. Nettostrom /-Erzeugung /-Einspeisung
Die Bruttostromerzeugung ist die elektrische Energie/Leistung, die der Generator an der Genoklemme erzeugt. Bei der Nettostromerzeugung ist die Hilfsenergie (Hilfsbetriebe der BHKW-Anlage) abgezogen. Diese ist maßgeblich für die Berechnung des KWK-Zuschlags nach dem KWK-Gesetz.

Bürgschaften
Eine Bürgschaft ist ein verpflichtender Vertrag, der besagt, dass der Bürge die Verpflichtung gegenüber dem Gläubiger des Hauptschuldners besitzt, die Einhaltung der Verbindlichkeiten des Schuldners zu gewährleisten. Im alltäglichen Leben sind Bürgschaften beispielsweise bei Mietverträgen bekannt, wenn Eltern für ihre Kinder bürgen, die wegen einer Ausbildung oder eines Studiums noch kein eigenes Einkommen beziehen.

Carbon Footprint
Der Carbon Footprint, zu Deutsch auch ökologischer Fußabdruck, ist die CO2-Bilanz, die angibt, welche Menge an Kohlenstoffdioxid-Emissionen ein Mensch in einem speziellen Zeitabschnitt erzeugt hat. Er zählt alle Ressourcen, die ein Mensch in seinem Alltag benötigt, von der Ernährung, über die Fortbewegung bis hin zur Wohnsituation. Der Messwert zeigt auf, wie viel Fläche der Erde benötigt wird, um die Energie und Rohstoffe zur Verfügung zu stellen. Derzeit ist der ökologische Fußabdruck der Menschheit so hoch, dass die Kapazität unserer Erde um ein Vielfaches überschritten wird. Berechnen Sie doch hier Ihren eigenen Carbon Footprint.

CO2-Bilanz
Die CO2 Bilanz ist ein Maß für den gesamten Betrag von CO2-Emissionen, die durch eine einzelne Handlung oder über einen längeren Zeitraum in unterschiedlichen Lebensphasen eines Menschen, Produktes oder einer Dienstleistung entstehen.

CO2-Zertifikate
CO2-Zertifikate dienen dem Klimaschutz. Ein CO2-Zertifikat steht für die Einsparung einer Tonne Kohlenstoffdioxid. Die Reduzierung der Menge des Kohlenstoffdioxidausstoßes muss nachweislich auf ein klimaschützendes Projekt zurückgeführt werden können.

Dekarbonisierung
Unter Dekarbonisierung versteht man die Distanzierung von der Nutzung von kohlenstoffhaltigen Energieträgern. Der Kohlendioxid-Gehalt in der Atmosphäre wird dadurch gesenkt und gleichzeitig wird damit der Klimaschutz begünstigt.

Deponiegas
Deponiegas ist ein brennbares Gas, welches durch den Abbau von organischen Abfallstoffen beispielsweise auf Mülldeponien entsteht. Der Abbau gelingt durch viele verschiedene Prozesse und verläuft je nach den lokalen Rahmenbedingungen unterschiedlich.

Dezentrale Energieversorgung
Von einer dezentralen Energieversorgung spricht man, wenn kleinere Kraftwerke weitläufig über größere Gebiete verteilt sind. Dies ist bei Blockheizkraftwerken der Fall. Zentrale Energieerzeuger sind Großkraftwerke wie beispielsweise Kohlekraftwerke. Die Dezentralisierung beinhaltet die Umstellung von fossilen Energieträgern auf Erneuerbare Energien und kommt demnach auch dem Klimaschutz zu Gute.

Direktvermarktung
Bei der Direktvermarktung von Strom handelt es sich meistens um den Verkauf von Strom über das Marktprämienmodell an der Strombörse. Erzeugter Grünstrom und konventioneller Strom werden dort zum selben Marktpreis verkauft. Dem Betreiber einer Anlage werden danach die Marktprämie und der Börsenerlös ausgezahlt.

EC-Ventilatoren
EC-Ventilatoren sind energiesparender als AC-Ventilatoren (EC = electronically commutated, AC = alternating current). Die Motoren der EC-Ventilatoren haben im Unterschied zu AC-Ventilatoren im Rotor kein Wicklungspaket, sondern einen Permanentmagneten. Aus diesem Grund gibt es im Rotor keine Induktions- und Schlupfverluste.

Vorteile der EC-Technik:

• Wirkungsgrad Motor + Elektronik
• Ca. 84 – 90%
• Keine Regelgeräusche bei geregelter Drehzahl
• Einfache Installation
• Dezentrale Lastverteilung (erhöhte Redundanz)

EEG
Die Abkürzung EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) steht für den Ausbau von erneuerbaren Energien. Das Gesetz steht dafür, dass Strom bevorzugt aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz transportiert wird. Den Erzeugern wird eine Einspeisevergütung garantiert. Beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erhalten Sie aktuelle Informationen zum EEG:

EEG-Vergütung
Die EEG-Vergütung gibt mit Hilfe der EEG-Vergütungssätze an, wie viel Cent der Erzeuger von Erneuerbaren Energien pro Kilowattstunde erhält.

Eigenstromerzeugung
Eigenstromerzeugung steht für die selbst erzeugte und eigens verbrauchte elektrische Energie, die beispielsweise mit der Unterstützung von Solaranlagen oder BHKWs entsteht. Die eigene Stromerzeugung steht auch immer mehr für das Prinzip der dezentralen Stromversorgung.

Emissionen
Emissionen sind störende Elemente, die in die Umwelt freigelassen werden und diese schädigen. Emissionen können Ausstöße von giftigen und umweltgefährdenden Stoffen, Reizstoffen, ionisierende Strahlung oder Erschütterungen sein. Im Alltag sind Emissionen insbesondere im Straßenverkehr bekannt, denn diesel- und benzinbetriebene Fahrzeuge geben bei Motorbetrieb Abgase an die Umwelt ab.

Emissionsverringerung (LEANOX und SCR)
Zur Emissionsverringerung gibt es verschiedene Verfahren, darunter das SCR und das LEANOX-Verfahren.

Der Selektiv-Katalysator (SCR = Selective catalytic reduction) reduziert bei überstöchiometrischem Betrieb eines Gasmotors durch Zugabe von Harnstoff bzw. Ammoniak (die Stickoxide). Eine verringerte Restemission von Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffverbindungen kann jedoch nur mit Hilfe von zusätzlichen Oxidationskatalysatoren erreicht werden. Neue SCR-Konzepte mit Harnstoff als Reduktionsmittel haben diese Technologie wesentlich attraktiver gemacht. Durch die hohen Reinigungsgrade dieser neuen SCR-Technik wird es sogar möglich, den CO2-Anteil des Abgases zur Gewächshausdüngung zu nutzen.

Von GE wurde das LEANOX-Verfahren entwickelt. Durch den Betrieb bei großem Luftüberschuss wird die Verbrennungstemperatur abgesenkt und damit die NOx-Bildung im Brennraum stark vermindert. Da aber bei sehr magerer Betriebsweise die CO- und HC-Emissionen wieder ansteigen, wird im Erdgasbetrieb zusätzlich ein Oxidationskatalysator eingesetzt. Diese Konstruktionsänderungen haben dazu geführt, dass mit dem LEANOX-Verfahren eine NOx-Emission von 500 mg/Nm3 (wie sie die TA-Luft vorschreibt) ohne weiteres erreicht werden kann. Garantierte Werte von 250 mg/Nm3 können ebenso eingehalten werden.

Die Vorteile des LEANOX-Verfahrens sind:

• geringerer spez. Kraftstoffverbrauch
• Leistungssteigerung durch Aufladung
• geringere thermische Motorbelastung
• keine Sensoren im Abgas- und Brennraumbereich, dadurch keine Anfälligkeit für Alterung der Sensoren
• Verwendbarkeit aller technisch bedeutenden Treibgase
• Ausregelung eines schwankenden Heizwerts (z. B. bei Deponiegas, Grubengas, Ö)

Energieeffizienz
Energieeffizienz bezeichnet den Umfang des aufgebrachten Aufwandes von Energie zur Erzielung eines bestimmten Nutzens. Es wird eine höhere Effizienz erreicht, je niedriger die Energieverluste zur Erreichung des vorher bestimmten Nutzens sind.

Energiespeicher
Energiespeicher werden bei der zeitgemäßen Umstellung auf Erneuerbare Energien immer wertvoller. Erfolgt vor der Speicherung des Stroms eine Umwandlung in chemische Energieträger, besteht die Möglichkeit die Energie in anderen energiewirtschaftlichen Bereichen zu nutzen.

Epsilon (Verdichtungsverhältnis)
Der Begriff Verdichtungsverhältnis wird häufig mit Bezug auf Verbrennungsmotoren verwendet. Es bezeichnet das Raumverhältnis von dem Zylinder vor der Dichtung und dem Raum nach der Verdichtung.

Erdölbegleitgas
Erdölbegleitgas, oder auch häufig nur Begleitgas, ist ein fossiles Brenngas, das bei der Förderung von Erdöl entsteht. Hauptbestandteile des Gases sind Methan und andere Kohlenstoffe sowie Hexan und Wasserstoff zusammen.

Erneuerbare Energien
Erneuerbare Energien können definiert werden als Energieträger, die unendlich vorhanden sind oder die sich schnell wieder regenerieren. Zu den erneuerbaren Energien zählen beispielweise Biomasse, Windenergie, Sonnenenergie oder auch Meeresenergie. Die unendlich vorhandenen Ressourcen werden immer wichtiger in Bezug auf unsere Stromversorgung.

EVU (Energieversorgungsunternehmen)
EVU ist die Abkürzung für Energieversorgungsunternehmen. Sie sind laut Gesetz definiert als eine natürliche oder juristische Person, die ein Bestandteil der Energieversorgungskette ist.

Fermenter
Ein Fermenter wird häufig auch als Bioreaktor bezeichnet. In diesem Teil der Biogasanlage entsteht durch den Abbau der organischen Substanz und unter anaeroben Bedingungen das Biogas. Die Anzahl der Fermenter kann von Anlage zu Anlage variieren.

Fernzugriff (bezogen auf BHKW)
Fernzugriff auf KWK-Anlagen und Blockheizkraftwerken beschreibt die Anlagensteuerung über das Internet. Der Zugang ist möglich über ein Modem oder einen kostengünstigeren VPN-Zugang.

Fernwärme
Der Bezug von Wärme für beispielsweise die Heizung oder warmes Wasser von räumlich entfernten Wärmeerzeugern, wird als Fernwärme bezeichnet. Die Wärme wird mittels heißem Wasser über ein unterirdisches Rohrsystem zum Verbraucher geleitet. Die Wärme gelangt in einen Wärmeüberträger und verteilt sich dann auf den Heizkreislauf der zentralen Heizung.

Flexibilisierung
Flexibilisierung bedeutet der flexible Betrieb von Blockheizkraftwerken unter vermehrten Laständerungen. Dabei kann flexibel gesteuert werden, wie viel Energie zu welchem Zeitpunkt ins Netz eingespeist werden kann, um die aktuelle Nachfrage zu bedienen. Eine Abhängigkeit vom Wetter, wie beispielsweise bei Solar- oder Windenergie, besteht nicht.

Flexibilitätsprämie
Die Flexibilitätsprämie hat zum Ziel, den Anteil von einer regulierbaren Stromproduktion zu erhöhen. Es soll dann viel Strom erzeugt werden, wenn die Nachfrage von Strom ansteigt und diese mangelhaft durch erneuerbare Energien bedient wird (zum Beispiel, weil kein Wind weht oder weil keine Sonne scheint). Alle Besitzer einer Biogasanlage, die im Marktprämienmodell vergütet werden, können die Flexibilitätsprämie beanspruchen. Weitere Informationen gibt es in unserem Artikel Was ist die Flexibilitätsprämie.

Förderbeitragsdeckelung
Der Förderbeitrag der Flexibilitätsprämie ist von der Bundesnetzagentur nach oben hin gedeckelt. Wenn Sie wissen möchten, wie hoch der aktuelle Stand der flexibel bereitgestellten Leistung ist, dann laden Sie sich unseren kostenlosen Leitfaden herunter.

Fossile Brennstoffe
Unter fossilen Brennstoffen versteht man Brennstoffe, die innerhalb langer Zeiträume unter Einfluss von natürlichen Prozessen entstanden sind. Diese komplexen Stoffgemische, welche meistens auf Kohlenstoff basieren, sind beispielsweise Erdöl, Steinkohle oder Braunkohle. Alle fossilen Stoffe geben unter Zufuhr von Sauerstoff Wärme ab. Bei der Nutzung dieser begrenzt vorkommenden Stoffe können jedoch schädliche Stoffe entstehen, wie zum Beispiel Treibhausgase.

Gärprozess
In Bezug auf Biogasanlagen ist das Ziel des Prozesses der Vergärung die Umwandlung von Energiepflanzen und Reststoffen der Biomasse in Energieträger. Zunächst werden durch anaerobe Bakterien organische Stoffe in niedermolekulare Bestandteile wie Wasser zersetzt. Säurebildende Bakterien spalten diese Bestandteile weiter in organische Stoffe auf und werden dann durch methanogene und nicht methanogene Bakterien umgesetzt. Die Stoffe laufen dann durch einen Essigsäurebildungsprozess bis sie durch Methanbakterien zu Methan, Kohlendioxid und Wasser, also Biogas, umgewandelt sind.

Gasmotor
Ein Gasmotor ist ein Verbrennungsmotor. Er wird mit gasförmigem Brennstoff wie Biogas vertrieben. Gasmotoren sind mehrheitlich Ottomotoren. Alle GE Jenbacher Gasmotoren arbeiten nach dem Otto-Prinzip und können mit den unterschiedlichsten Gasarten, wie Erdgas, Biogas, Klärgas und Sondergasen betrieben werden. Gasmotoren, die mit Biogas betrieben werden, sind charakteristisch für einen hohen Wirkungsgrad und niedrige CO2-Emissionen.

Gewährleistung vs. Garantie
Gewährleistung und Garantie werden häufig im Gebrauch falsch verwendet. Unter Gewährleistung versteht man die gesetzlichen Ansprüche, die ein Käufer im Rahmen eines Kaufvertrages besitzt, wenn das Produkt in einem mangelhaften Zustand vom Verkäufer an den Käufer geliefert wird. Garantie hingegen ist eine freiwillige und nicht definierte Dienstleistung eines Herstellers oder Händlers gegenüber dem Kunden.

Gasturbinen
Bei der dezentralen Energieerzeugung werden häufig auch stationäre Gasturbinen eingesetzt. In einem Leistungsbereich von 22 bis 519 Megawatt bietet GE die umfangreichste Produktpalette an Gasturbinen an. Eine Gasturbine dient der Umwandlung von Wärme in mechanische Energie. Über einen Generator erzeugen Sie elektrische Energie. Sie werden in Gasturbinenkraftwerken eingesetzt oder in Verbindung mit Dampfturbinen in einem mit Erdgas betriebenen Gas- und Dampf (GuD)-Kraftwerk eingesetzt.

Gasqualität
Es gibt Erdgas mit zwei unterschiedlichen Qualitäten. Zum einen das High-Gas (H-Gas), zum anderen das Low-Gas (L-Gas). Im Süden, Osten und Norden ist das H-Gas (Herkunft oftmals aus Norwegen und Russland) zu finden und im Nordwesten eher das L-Gas (Herkunft oftmals aus Holland und Deutschland). Aufgrund der zusätzlichen LNG-Importe aus der ganzen Welt und auch Einspeisung regenerativer Gase verändert sich die Gasqualität in ganz Europa. Die Richtlinien für definierte Gasqualitätsparameter für Erdgas werden daher in Zukunft immer mehr aufgeweicht und erweitert werden. Dieser Trend muss in den Produkten und Spezifikationen berücksichtigt werden. Aufgrund der hohen Bandbreite an unterschiedlichen Gasqualitäten müssen auch die Gasmotoren auf eine immer größere Bandbreite an Einflussfaktoren optimiert werden.

Gasverdichter
Der Gasverdichter kann sich im Gesamtsystem eines Blockheizkraftwerkes befinden. Es ist ein Gerät, welches als Druckerhöhungsgebläse für unterschiedliche Gase dient.

Geothermie
Geothermie ist die vorhandene Wärmeenergie unterhalb der Oberfläche der Erde. Sie kann direkt zur Erzeugung von Strom oder in einer Kraft-Wärme-Kopplung genutzt werden.

Gesamtwirkungsgrade
Der Gesamtwirkungsgrad ist die Summe der einzelnen Wirkungsgrade von mehreren hintereinander geschalteten Maschinen und Überträgern oder die Summe aus dem elektrischen und thermischen Wirkungsgrad eines BHKWs.

Gewächshaus-Anwendungen
Der Anwendungsbereich Gewächshaus kann definiert werden als ein stationärer und begehbarer Produktionsort für Pflanzen. Das Gewächshaus ist meist mit einer abgeschlossenen und durchsichtigen Fassade versehen. BHKWs können in Gewächshäusern nicht zur Strom- und Wärmeerzeugung verwendet werden, sondern auch zur CO2-Düngung eingesetzt werden.

Grid-Code
Netz- und Systemregeln der deutschen Übertragungsnetzbetreiber für den Zugang ans Stromnetz für Stromerzeuger, die ins öffentliche Netz einspeisen wollen. Hier müssen speziell die Grid-Code-Anforderungen zur statischen und dynamischen Netzstabilisierung erfüllt werden. Mithilfe einer neuen Technologie von GE reagieren die neuen Jenbacher Motoren innerhalb weniger Millisekunden auf Spannungseinbrüche und werden dadurch auch während allfälliger Instabilitäten des Stromnetzes nicht von diesem getrennt. Damit erfüllen die Jenbacher Gasmotoren von GE die neuen Grid-Code-Anforderungen und leisten einen wesentlichen Beitrag zur stabilen dezentralen Energieversorgung der Zukunft.

Grundlast-BHKW
Die Grundlast ist der Bedarf an Wärme, der ganzjährig konstant bleibt. Bei der Grundlast handelt es sich meist um die Betriebsstunden im Sommer, da zu diesem Zeitpunkt nur Energie dafür benötigt wird, um das Trinkwasser zu erwärmen oder für Produktionsprozesse die unabhängig von Umgebungstemperaturen sind.

Grubengas
Grubengas ist eine Begleiterscheinung des Untertagebergbaus. Grubengas ist Flözgas, das sich über die Zeit in der Kohle festgesetzt hat. Durch die Arbeit im Bergbau entstanden Risse an der Kohle, die das Gas austreten ließen.

Hilfsenergie
Hilfsenergie ist die Strommenge, die durch das BHKW selbst und die benötigten Hilfsbetriebe verbraucht wird.

Höchstbemessungsleistung
Bis zur Grenze der Höchstbemessungsleistung kann jede Biogasanlage die EEG-Vergütung einbeziehen. Laut dem Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (EEG 2017) § 101 Übergangsbestimmungen für Strom aus Biogas ist die Höchstbemessungsleistung im Sinne von Satz 1 „(…)die höchste Bemessungsleistung der Anlage in einem Kalenderjahr seit dem Zeitpunkt ihrer Inbetriebnahme und vor dem 1. Januar 2014. Abweichend von Satz 2 gilt der um 5 Prozent verringerte Wert der am 31. Juli 2014 installierten Leistung der Anlage als Höchstbemessungsleistung, wenn der so ermittelte Wert höher als die tatsächliche Höchstbemessungsleistung nach Satz 2 ist.“

Holzgas
Holzgas lässt sich aus Holz gewinnen und besteht zum größten Teil aus Kohlendioxid und Stickstoff. Dabei handelt es sich um einen Prozess, bei dem das Holz unter Luftmangel teilverbrannt wird und somit ein brennbares Gas entsteht, was wiederum in einem Gasmotor verbrannt werden kann. Bei der Vergasung von Holz zu einem gasförmigen Brennstoff laufen physikalisch-chemische Prozesse ab, die durch Teilverbrennung unter Luftmangel ausgelöst werden.

Holzpellets
Holzpellets sind kleine, gepresste Holzstäbchen, die aus Holzabfällen und Sägemehl hergestellt werden und in Blockheizkraftwerken jeder Größe einsetzbar sind. Ein BHKW mit Holzpellets kann zur ökologischen Strom- und Wärmeproduktion genutzt werden. Da Holzpellets günstiger sind als Gas oder Öl, sind die laufenden Kosten geringer, allerdings ist deren Heizwert geringer und es wird viel Stauraum benötigt.

Inselbetrieb
Von Insel-/Notstrom-/Netzersatzbetrieb ist die Rede, wenn die BHKW-Anlage ohne das öffentliche Elektrizitätsnetz die Stromversorgung von Verbrauchern aufrechterhalten muss. Sobald dieser Fall eintritt, muss die Sammelschienenfrequenz und die -spannung in definierten Grenzen gehalten werden.

Wird der Verbraucher von einem durch einen Hubkolben-Verbrennungsmotor betriebenen Generator mit Energie versorgt, erfolgt die Regelung der Frequenz durch die Motordrehzahl, die Regelung der Spannung erfolgt durch den im Generator integrierten Spannungsregler (Automatic Voltage Regulator – AVR).

Bei Anlagen mit mehreren Motoren oder mit anderen Aggregaten auch von verschiedenen Herstellern im Inselverbund werden die Frequenz und die Spannung vom einen Teil der Aggregate oder von allen Aggregaten geregelt. Die Wirk‐ und Blindleistung muss in dem Fall durch das Lastmanagementsystem geregelt werden. Ein leistungsmäßig kleiner Anteil kann in diesem Verbund auch leistungsgeregelt werden. Hier ist darauf zu achten, dass Leistungsvariationen schnell gefordert werden können, was voraussetzt, dass hohe dynamische Eigenschaften vorhanden sind.

ipH-Wert
Der „normale“ pH-Wert kann in Ölen nicht bestimmt werden. Für diesen Stoff wird daher der initial pH-Wert oder Anfangs-ph-Wert gebraucht. Die Bestimmung erfolgt mit einem sogenannten Titrator verbunden mit einer elektrochemischen Reaktion.

Jahresnutzungsdauer
Die Jahresnutzungsdauer gibt die Stunden und den Anteil der Wärmehöchstlast einer verbrennungsmotorischen BHKW-Anlage innerhalb eines Jahres an. Sie wird berechnet, indem die Anzahl der Volllaststunden pro Jahr durch die Anzahl der Stunden pro Jahr (8760) geteilt wird.

Katalysator
Abgase enthalten viele Schadstoffe, die durch Verbrennungen und chemische Reaktionen entstehen können. Katalysatoren sind Vorrichtungen, die den Schadstoffgehalt der Abgase reduzieren und somit die Abgasqualität erhöhen.

Kilowatt
1 Kilowatt = 1000 Watt. Mit Watt wird international die Leistung bezeichnet. Unter elektrischer Leistung versteht man per Definition die Arbeit pro Zeiteinheit. Eine 60-Watt-Glühbirne wandelt in einer Stunde 60 Wh in Licht und Wärme um. Watt ist heute in der Mechanik und Elektrik die übliche Einheit, um Leistung anzugeben.

Kilowattstunde
Eine Kilowattstunde (kWh) bezeichnet die Energiemenge, die bei einer Leistung (elektrisch, thermisch, mechanisch, etc.) von einem Kilowatt (1 kW) innerhalb einer Stunde umgesetzt wird. Die Kilowattstunde ist die Maßeinheit zur Anzeige der Energie, z. B. des Verbrauchs von Erdgas oder der umgewandelten elektrischen Energie. Multipliziert man die Leistung mit der Zeit, dann ergibt sich der Stromverbrauch in Wattstunden. Bei BHKWs wird dabei Treibgas verbraucht und Strom erzeugt.

Klärgas
Klärgas ist ein brennbares Gas, welches in Kläranlagen entsteht, wenn Klärschlamm – eine Form von Biomasse – gereinigt wird. Der organische Anteil des Schlamms wird in Klärbehältern von Bakterien unter anaeroben Bedingungen bei ca. 35 Grad abgebaut. Dabei entsteht Klärgas (Faulgas), das aus brennbarem Methan (ca. 66 %) sowie Kohlenstoff, Wasserstoff und Schwefelwasserstoff besteht. Klärgas ist eine Form von Biogas und zählt zu den erneuerbaren Energieträgern.

Klimaschutz
Klimaschutz beinhaltet die unterschiedlichsten Maßnahmen, die ergriffen werden, um klimaschädliche Effekte zu reduzieren. Dazu gehört z. B. die Senkung des weltweiten Kohlenstoffdioxidausstoßes oder der schrittweise Rückzug aus den klimaschädlichen Energiequellen (Kohlekraftwerke, etc.).

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
Kraft-Wärme-Kopplung bezeichnet die Gewinnung von thermischer und elektrischer Energie zur gleichen Zeit in einem Kraftwerk. Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung besteht in der dezentralen Nutzung der gleichzeitig bereitgestellten Elektrizität und Wärme. Die parallel zur Stromerzeugung produzierte Wärme kann beispielsweise zur Beheizung und Warmwasserbereitung genutzt werden. Verglichen mit der herkömmlichen Erzeugung im Kraftwerk ohne Wärmenutzung und mit der herkömmlichen Wärmeerzeugung reduziert der Einsatz der KWK den Energieeinsatz und die Kohlendioxid-Emissionen. Die KWK kann durch viele Technologien realisiert werden, darunter die Dampfturbine, der Verbrennungsmotor oder die Gasturbine.

Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung
Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlagen (KWKK) (auch Trigeneration-Anlagen) sind die Kombination von Blockheizkraftwerken mit Absorptionskältemaschinen (AKM) und bieten einen Lösungsansatz für die Erzeugung von Klimatisierungskälte und/oder Kühlanwendungen. Sie liefern Energie in dreifacher Weise: Strom, Wärme und Klimatisierungskälte. Dabei wird die Abwärme aus einer KWK-Anlage genutzt, um den Kälteprozess nach dem Verdunstungsprinzip aufrecht zu erhalten.

KWK-Ausschreibung
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat 2017 eine Verordnung zur Einführung von Ausschreibungen für die Untersuchung der Höhe der Zuschlagszahlungen für KWK-Anlagen verabschiedet. Die Förderung erfolgt durch eine fixe Zahlung in Cent pro Kilowattstunde. Die Höhe des Betrags wird über Ausschreibungen ermittelt, auf die sich die Betreiber bewerben können, indem sie ein Gebot abgeben. Damit erhalten Betreiber von KWK-Anlagen mit einem Leistungsbereich von 1-50 MW keine automatische Förderung mehr, sondern müssen sich um Förderung im Rahmen der Ausschreibung bewerben. Geplant sind ab 2017 zwei Ausschreibungstermine pro Jahr, bei welchen Gebote abgegeben werden können. Die erste Ausschreibung fand zum 1. Dezember 2017 statt. Die Förderbeiträge sind bei konventionellen KWK-Anlagen auf 7 Cent/kWh und bei innovativen KWK-Systemen auf 12 Cent/kWh gedeckelt. Die Ausschreibung erstreckt sich jedoch nicht auf KWK-Anlagen, die der Eigenversorgung dienen. Neben der KWK-Ausschreibung können Betreiber von Anlagen, die mit Bioenergie betrieben werden, auch nach der Flexprämie des Erneuerbare-Energien-Gesetz 2017 (EEG 2017) gefördert werden. Eine gleichzeitige Förderung nach beiden Gesetzen ist nicht möglich. Die EEG-Förderung lohnt sich jedoch nur, wenn die Leistung mindestens 100 kWel beträgt.

KWK-Index
KWK-Index bezeichnet an der Strombörse (EEX) den üblichen Preis von Strom. Dieser orientiert sich an dem durchschnittlichen Quartalspreis für den Grundlaststrom, den ins öffentliche Netz eingespeisten Stroms aus BHKW- bzw. KWK-Anlagen.

Lastmanagement
Das Lastmanagement ist ein Aspekt des intelligenten Stromnetzes. Es kann definiert werden als der aktive Eingriff bzw. die Steuerung des Stromverbrauchs. Dabei werden nicht notwendige Verbraucher zu- oder abgeschaltet, um Lastspitzen zu reduzieren oder diese ganz zu vermeiden. Außerdem werden BHKWs dazu eingesetzt, Lastspitzen abzufangen, indem sie zu bestimmten Zeiten zugeschaltet werden. Lastmanagement wird durch die Betreiber der Netze entlohnt, da sie andere Kraftwerkskapazitäten einsparen können und eine Überlastung der Netze vermieden wird.

Lastprofil
Das Lastprofil zeigt die umgesetzte Energiemenge des Verbrauchers in einem zeitlichen Verlauf. Es werden dabei Veränderungen oder Schwankungen für einen Tag oder für ein Jahr angezeigt.

LEANOX-Regelung
Durch die von GE Jenbacher entwickelte LEANOX-Regelung wird die NOx- (Stickoxid-) Bildung im Brennraum, also innerhalb eines Gasmotors, reduziert. Einer der Vorteile des LEANOX-Verfahrens ist, dass keine Sensoren im Abgas- und Brennraum erforderlich sind und sich somit keine Anfälligkeit hinsichtlich der Alterung der Sensoren ergibt. Das Lambda bzw. der Luftüberschuss wird hier über eine Abhängigkeit zwischen dem Ladedruck, der Leistung des Motors sowie der Gemischtemperatur ermittelt und die NOx-Bildung im Motor stark reduziert.

Leistungsbereiche/Leistungsklassen
BHKW-Anlagen können in verschiedene Leistungsklassen eingeteilt werden. Es wird zwischen Nano-, Mikro-, Mini- und Groß-BHKW unterschieden. Nano-BHKWs besitzen beispielsweise einen Leistungsbereich bis zu 2,5 Kilowatt, im Gegensatz dazu haben Mini-BHKWs einen elektrischen Leistungsbereich von 20 bis 50 Kilowatt. Mikro-BHKWs liefern eine elektrische Leistung von 2,5 bis 15 kW und Groß-BHKWs mehr als 50 kW.

Magermotor
Unter einem Magermotor versteht man einen Motor, der mit einem Gemisch aus einem geringen Kraftstoffanteil und einem großen Luftüberschuss arbeitet. Bei diesem Kraftstoff-/Luftgemisch wird die NOX-Bildung im Brennraum durch die LEANOX-Regelung stark vermindert.

Mess- und Regeltechnik
Messtechnik wird dazu verwendet, Informationen und Angaben über eine zu messende Größe zu generieren. Die Regeltechnik ist ein Mittel, welches in einem geregelten Prozess die Stabilität und Weiterführung ohne Störfaktoren gewährleistet. Mit der Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik (MSR) werden Einzelgebiete der Messtechnik, der Steuerungstechnik und der Regelungstechnik in ihrer Verbindung zueinander betrachtet. Moderne MSR-Systeme sind kraftvolle Mikrocomputer, die mittels Sensoren diverse Umweltparameter innerhalb und außerhalb von Gebäuden erfassen.

Methanzahl
Die Methanzahl ist das Maß, das genutzt wird, um bei der Verbrennung die Klopffestigkeit von Gasgemischen zu bestimmen. Die Klopffestigkeit ist die Eigenschaft, die angibt, ob ein Brennstoff dazu neigt, unkontrolliert durch Selbstentzündung zu verbrennen. Je geringer die Methanzahl des Treibgases, desto geringer ist die Klopffestigkeit und das Risiko von Klopfen steigt. Eine hohe Methanzahl bedeutet hingegen, dass das Gasgemisch klopffester ist und sich nicht spontan entzündet.

Mietcontainer
Die ENERGAS BHKW GmbH bietet BHKW-Container mit unterschiedlichen Leistungen zur Miete an. Ein Miet-BHKW kann sowohl zur Überbrückung von Betriebsausfällen als auch bei Revisionen von bestehenden Anlagen oder auch bei langfristigen Projekten eingesetzt werden. Sollten Sie einen Mietcontainer benötigen, finden Sie hier weitere Infos.

Mikro-BHKW
Mikro-BHKWs besitzen eine elektrische Leistung von mehr als 2,5 Kilowatt bis zu einer Leistung von 15 Kilowatt und kommen für den Gebrauch in Mehrfamilienhäusern oder für eine Vernetzung von mehreren Objekten in Frage.

Mini-BHKW
Mini-BHKWs haben eine elektrische Leistung von 15 Kilowatt bis 50 Kilowatt. Sie kommen unter anderem in größeren Wohnobjekten wie Mehrfamilienhäusern zum Einsatz.

Mittelspannungsnetz
Das Mittelspannungsnetz ist Teil des Stromnetzes und dient meist der elektrischen Energieversorgung einer Region oder mehrerer Ortschaften. Generell werden Stromnetze nach der Spannung eingeteilt, bei der sie Strom übertragen. Die Mittelspannung wird von den meisten BHKWs genutzt, die zwischen 6 kV und 30 kV überträgt. Weitere Spannungsebenen sind das Niederspannungs- (230-400 V), das Hochspannungs- (50 kV-150 kV) und das Höchstspannungsnetz (230 kV oder 400 kV). Hier gibt es weitere Informationen zu den Spannungsebenen.

My Plant
Das Fernüberwachungs- und Diagnosesystem von GE ist eine webbasierte Plattform für Vertriebspartner und Endkunden zur Verbesserung der Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Performance von GE Jenbacher Gasmotoren in den unterschiedlichsten Industrie- und Kommunalanlagen. Dazu zählen alle Anlagen der dezentralen Energiegewinnung einschließlich Kraft-Wärme-Kopplung und Gewächshausanlagen.

Nah- und Fernwärme
Nah- und Fernwärme werden definiert als Wärmeenergie, welche nicht auf dem Gelände des versorgten Gebäudes erzeugt wird. Der Unterschied zwischen Nah- und Fernwärme ist die räumliche Ausbreitung des Netzes. Fernwärme bezeichnet größere Netze und wird über große Transportleitungen geliefert. Nahwärme bezeichnen kleine, dezentrale Wärmenetze, die eher in Siedlungen und in Dörfern eingesetzt werden. Die grundlegende Funktionsweise der Netze ist jedoch nicht unterschiedlich.

Nettostromerzeugung/-Einspeisung (s. Bruttostromerzeugung)
Die Nettostromerzeugung ergibt sich aus der Differenz zwischen der insgesamt produzierten elektrischen Energie eines oder einer Vielzahl von Kraftwerken und dem eigenen Verbrauch für den Betrieb der Kraftwerke.

Netzbetreiber
Netzbetreiber sind Anbieter von Strom und Gas. Die Bundesnetzagentur mit Sitz in Bonn dient dem Zweck, durch Regulierung den Wettbewerb der Stromanbieter zu fördern und einen Netzzugang zu fairen Bedingungen zu gewährleisten. Sie genehmigt die Netzentgelte für die Durchleitung von Strom und Gas, beseitigt Probleme beim Zugang zu Energieversorgungsnetzen für den Verbraucher oder Lieferant und beschleunigt den Netzausbau. Zudem veröffentlicht die Bundesnetzagentur eine Liste mit Energielieferanten.

Netzkosten
Netzkosten berechnen sich über das Netznutzungsentgelt. Damit sind die Kosten für die Errichtung, den Ausbau und andere betriebsbedingte Kosten gemeint. Netzkosten machen beim Strom etwa 1/3 und beim Gas etwa ein 1/4 der Stromrechnung aus. Netzentgelte müssen bei der Bundesnetzagentur genehmigt werden.

Netzentgelte
Im Rahmen des neuen Systems der Anreizregulierung, welches seit 2009 genutzt wird, werden den Strom- und Gasnetzbetreibern auf sie abgestimmte und effizienzorientierte Erlösobergrenzen vorgegeben. Netzbetreiber, welche die Vorgaben übertreffen, können durch dieses System höhere Renditen erwirtschaften. Sobald ein Netzbetreiber seine Effizienz verbessert, wird diese an die Netzkunden durch niedrigere Netznutzungsentgelte weitergereicht. Damit beinhaltet dieses neue System für Netzbetreiber und Netznutzer gleichermaßen Vorteile.

Normvolumen Gas (Nm³)
Durch das Normvolumen werden Gasmengen, die bei unterschiedlich hohem Druck vorliegen, verglichen. Für einen besseren Vergleich der Gaserträge aus verschiedenen Anlagen werden die gemessenen Gasvolumina auf Normbedingungen umgerechnet. Das molare Normvolumen ist die Maßeinheit, die ein Gas bei einer Temperatur von 273,15 Kelvin (-0,15 ° Celsius) und einem Druck von 1,013 Bar einnimmt.

Öffentliches Netz
In Bezug auf Strom kann das öffentliche Netz auch als Versorgungsnetz bezeichnet werden. Das Netz ist ein Zusammenschluss von vielen kleineren Netzen, die von verschiedenen Stromerzeugern beliefert werden. Sie beliefern private Haushalte, aber auch Institutionen, öffentliche Einrichtungen oder Unternehmen. Darüber hinaus nutzen viele mittelständische und kleine Unternehmen oder Privathaushalte die Eigenversorgung, z. B. durch eine Photovoltaikanlage. Sowohl Bezieher von Strom aus dem öffentlichen Netz als auch Eigenversorger tragen die Kosten, die durch das EEG entstehen.

ORC-Anlage
Die Abkürzung ORC steht für „Organic Rankine Cycle“. In ORC-Anlagen werden Wärmequellen mit relativ niedriger Temperatur für die Aktivität von Dampfmaschinen sowie Dampfturbinen nutzbar gemacht. Dieses Verfahren kommt zum Einsatz, wenn das Temperaturgefälle zwischen Wärmequelle und -senke zu niedrig ist, um eine von Wasserdampf angetriebene Turbine zu betreiben. Dieses Verfahren kommt vor allem bei der Stromerzeugung durch PV-Anlagen, KWK und bei der Geothermie zum Einsatz.

Ölanalyse
Eine Ölanalyse ermittelt die Qualität von Öl. Dabei wird überprüft, ob das Öl mit anderen Bestandteilen wie Staub oder Wasser verunreinigt ist. Schmieröl in Verbrennungsmotoren unterliegt auch einsatzbedingter Veränderung bzw. Alterung. GE Jenbach garantiert keine festen Ölwechselintervalle. Schmieröl in GE Jenbacher Gasmotoren muss daher zustandsabhängig gewechselt werden. Die Grenzwerte für Gebrauchtöl bei GE Jenbacher-Gasmotoren sind in der TA 1000-0099B definiert.

Oxidationskatalysator (siehe Katalysator)
Ein Oxidationskatalysator macht die in Abgasen unvollständig verbrannten Kohlenmonoxide und Kohlenwasserstoffe unschädlich.

Power-to-Gas
Power-to-Gas ist eine Umwandlungstechnologie, die der Speicherung von Energie dient. Dabei wird in einem chemischen Prozess durch Wasserelektrolyse und nachgeschaltete Methanisierung unter Zuhilfenahme von Ökostrom ein Brenngas hergestellt. Der Power-to-Gas-Methode wird hohes Potenzial zugesprochen. Sie soll Systemaufgaben bei der Energiewende übernehmen. Hier bietet sich die Möglichkeit, Kohlendioxid aus industriellen Prozessen zu binden, außerdem kann der erzeugte Wasserstoff dazu genutzt werden, fossile Brennstoffe in der Industrie zu ersetzen. Der größte Vorteil ist jedoch, dass diese Methode eine Speicheroption bietet. Langfristig im Erdgasnetz gespeicherter Wasserstoff beziehungsweise Methan kann die erneuerbaren Energien optimal unterstützen.

Power-to-Heat
Power-to-Heat bezeichnet die Produktion von Wärme aus elektrischer Energie. Es werden hierbei meistens Stromüberschüsse zur Wärmeerzeugung genutzt. Über Power to-Heat (P2H) lassen sich beispielsweise Wärmepumpen betreiben aber auch überschüssiger erneuerbarer Strom in Elektrodenkesseln direkt in Wärme umwandeln.

Primärenergie
Primärenergie bezeichnet die Nutzung von natürlichen bzw. noch nicht verarbeiteten ursprünglichen Energielieferanten wie Kohle oder Erdgas für die Erschließung eines gewissen Energiegehalts. Auch Energieträger wie Wind oder Sonne zählen zur Primärenergie.

Primärregelleistung
Eine Primärregelleistung, auch Primärreserve genannt, ist ein Hilfsmittel, das Schwankungen im Stromnetz innerhalb von Sekunden ausgleichen kann und somit einen möglichen Stromausfall verhindert. Diese Regelleistung wird proportional zur Frequenzabweichung abgerufen. Durch die Primärregelleistung wird die Normalfrequenz von 50 Hertz im bundesdeutschen Stromnetz aufrechterhalten.

Q/U-Regelung
Die Q/U-Regelung ist ein Verfahren zur Blindleistungsregelung (Q) in Abhängigkeit der Spannung (U). Die Blindleistung der Erzeugungsanlage wird abhängig von der Spannung an der Generatorklemme oder am Netzanschlusspunkt verstellt. Die Festlegung der Kennlinie kann über definierte Punkte erfolgen oder es erfolgt eine variable Sollwertvorgabe für die Netzspannung durch den Netzbetreiber.

Regelenergie
Regelleistung gleicht Erzeugung und Verbrauch von Strom aus und dient zur Erhöhung der Versorgungssicherheit durch ein stabiles Netz. Es wird differenziert zwischen Primär-, Sekundär- und Tertiär-Regelleistung, die Schwankungen im Stromnetz binnen Sekunden, fünf Minuten und 15 Minuten ausgleichen und so eine stabile Stromversorgung sicherstellen. Durch die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien, deren Abruf nur bedingt planbar ist, steigt auch der Bedarf an Regelleistung. Diese wird zu Spitzenlastzeiten in das Stromnetz eingespeist („positive Reserveleistung“) oder verhindert durch das teilweise Drosseln von Anlagen die Überlastung des Stromnetzes („negative Reserveleistung“).

Regelenergiemarkt
Auf dem Regelenergiemarkt gibt jeder Marktteilnehmer ein Gebot für seinen Strom ab und erhält bis zum Erreichen der ausgeschriebenen Menge genau das, was er geboten hat (pay as bid).

Regelenergievermarktung
Durch die Vermarktung von Regelenergie sollen Leistungsschwankungen von Gas und Strom reduziert und ausgeglichen werden. Man spricht von einer positiven Regelenergie, wenn der Verbrauch des Gases oder Stroms höher ist als die Erzeugung. Ist die Produktion höher als der Verbrauch ist die Regelenergie negativ. Regelenergievermarktung leistet somit einen Beitrag zur Netzstabilität.

Selektive katalytische Reduktion (SCR)
Das Verfahren der selektiven katalytischen Reduktion bewirkt eine Verminderung der Stickoxide in Abgasen von Verbrennungsmotoren und Feuerungsanlagen. Mit der SCR kann der Ausstoß um bis zu 90 % reduziert werden.

Sekundärregelleistung
Die Sekundärregelleistung (abgekürzt SRL) ist dazu da, die Stabilität der Stromversorgung zu gewährleisten. Es wird unterschieden zwischen einer positiven (Link auf Eintrag Regelenergievermarktung) und einer negativen Sekundärregelleistung, je nachdem, ob das Stromnetz über- oder unterspeist ist. Eine positive Sekundärregelleistung wird genutzt, wenn der Stromverbrauch höher als die Erzeugung ist. Negative Sekundärregelleistung wird dann eingesetzt, wenn ein Überschuss an erzeugtem Strom vorhanden ist. Die Sekundärreserve muss durch die Netzbetreiber innerhalb von fünf Minuten bereitgestellt werden, um die Primärreserve bei Schwankungen abzulösen.

Sektorkopplung
Es wird von Sektorkopplung gesprochen, wenn es um die Verknüpfung der erneuerbaren Energien mit anderen wichtigen Sektoren geht. Die Umstellung auf erneuerbare Energien soll, laut dem von der Bundesregierung im November 2016 beschlossenen nationalen Klimaschutzplan, in allen wichtigen Sektoren wie Strom, Verkehr, Wärmeerzeugung und Industrie realisiert werden. Durch dieses Vorgehen soll der Gebrauch von fossilen Energieträgern bis 2030 weiter reduziert werden.

Sondergase
Als Sondergase werden Gase aus thermischen Vergasungsprozessen, Flüssiggase oder Prozessgase aus speziellen Anwendungen bezeichnet. Dazu zählt man auch Lachgas, Ammoniak oder Sauerstoff. Sondergase sind zumeist Abfallprodukte, die im Bereich der Entsorgung zum Einsatz kommen. Durch Sondergase wird ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet, da sie als Brennstoff für Verbrennungsmotoren genutzt werden können.

Spitzenlast
Spitzenlast bezeichnet die höchste Belastung eines Stromnetzes innerhalb der höchsten Nachfrage in einem bestimmten Zeitabschnitt (etwa ein Jahr oder ein Tag).

Spitzenlast-BHKW (Grundlast-BHKW mit Zusatzheizung)
Die Beiträge von Kraftwerken werden in Grundlast, Mittellast und Spitzenlast eingeteilt. Die Spitzenlast bezeichnet hierbei den Teil der Leistung oder Nachfrage, der nur kurzfristig benötigt wird. Bei einem BHKW kann durch einen Spitzenlast-Heizkessel eine erhöhte Nachfrage gedeckt werden, wenn es zu Leistungsspitzen kommt. So reicht die Leistung eines BHKWs allein nur selten aus, um Leistungsspitzen, beispielsweise im Winter zu beliefern.

Start-Stopp-Modus
Ein Start-Stopp-Modus ist ein automatisches System, das ein BHKW in Phasen ohne Bedarf an Energie in den Ruhezustand versetzt. Mit dieser Technik wird die zunehmende Automatisierung von BHKW vorangetrieben.

Startverhalten
Ein Blockheizkraftwerk muss ein gutes Startverhalten aufweisen. Dies bedeutet, dass das BHKW in einer sehr geringen Zeit von der Nulllast auf Teil- oder sogar Volllast gebracht werden kann. Normalerweise beträgt die Be- und Entlastungsrampe 180 Sekunden bis zur Lastaufnahme, gemessen zwischen 5 und 100 % der Nennlast. Schnelle Lastrampen beim Motorstart werden bevorzugt für die Bereitstellung der Sekundärlast eingesetzt. Start- und Stoppzeiten von Mehrmotorenanlagen sind unterschiedlich und lassen sich projektspezifisch klären. Eine Staffelung der Startsequenzen ist möglich, grundsätzlich gelten aber die Zeitangaben für Einzelmotoren.

Stirlingmotoren
Stirlingmotoren, auch als Wärmekraftmaschinen bezeichnet, sind in manchen Modellen von Blockheizkraftwerken integriert. Die Stirlingmotoren arbeiten nach dem Prinzip des geschlossenen Kreisprozesses. In einer abgeschlossenen Kammer befindet sich ein Arbeitsgas, das abwechselnd erhitzt und gekühlt wird. Hierbei verändert sich das Volumen des Gases und treibt einen oder mehrere Kolben an. Diese mechanische Energie wird auf einen Generator übertragen, der wiederum Strom liefert.

Strombörse
Energie, beziehungsweise Strom, wird seit der Liberalisierung des deutschen Strommarktes 1998 an der Strombörse EEX (= European Energy Exchange) gehandelt. Zuvor konnten Verbraucher nicht frei wählen, welchen Stromlieferanten sie nutzen wollten. Die EEX hat ihren Sitz in Leipzig und setzt den üblichen Preis für Strom fest. An der Strombörse werden zeitlich abgegrenzte Mengen an Strom für Österreich, Frankreich und Deutschland gehandelt. An die EEX kommt aber lediglich der Strom, der im Fall einer Überproduktion nicht genutzt werden würde. Im Gegenzug kann ein Stromunternehmen, falls es den Bedarf nicht decken kann, an der Börse Strom von anderen Elektrizitätswerken erwerben. Durch den Handel an der Börse werden Lieferengpässe überbrückt und Überschüsse in der Produktion ausgeglichen. In der Regel wird in Leipzig Graustrom verhandelt, also jener Strom, der nicht gekennzeichnet ist und von dem man nicht weiß, ob er aus fossilen Energieträgern stammt, aus Atomkraft oder aus regenerativen Energiequellen.

Stromkennzahl
Die Stromkennzahl bezeichnet in Heizkraft- und Blockheizkraftwerken das Verhältnis von elektrischer Leistung zu Nutzwärmestrom und steht damit für das Verhältnis zwischen erzeugtem Strom und erzeugter Abwärmeleistung. Eine große Stromkennzahl kennzeichnet eine hohe Ausbeute an elektrischer Energie im Verhältnis zur Nutzwärme, lässt jedoch keinen Rückschluss auf die Gesamteffizienz des Kraftwerks zu.

Strommarkt
Auf dem Strommarkt wird mit Energiemengen, die aus unterschiedlichen Quellen und verschiedenen Kraftwerken stammen, gehandelt. Als Handelsplatz dient in Europa die Strombörse EEX in Leipzig, an welcher Unternehmen ihre überschüssigen Energiemengen an andere Unternehmen verkaufen. Der Strommarkt wurde 1998 liberalisiert. Zuvor konnten Verbraucher nicht frei wählen, von welchem Anbieter sie ihren Strom beziehen wollten.

Stromspeicher
Stromspeicher sind dafür da, erzeugten Strom, der nicht verbraucht wird, für den späteren Bedarf zu speichern. Sie reduzieren Kosten und machen unabhängiger. Besonders hinsichtlich der erneuerbaren Energien kommen Stromspeicher heute zum Einsatz. Dies gilt sowohl für Energieerzeuger als auch für die PV-Ablage im Eigenheim. Stromspeicher erlauben Unternehmen, den Strom so lange zu speichern, bis er an der Strombörse verkauft werden kann, und für eine Privatanlage ermöglicht ein passendes Speichergerät, dass der tagsüber produzierte Strom in den Abendstunden, wenn erhöhter Bedarf besteht, zur Verfügung steht. Bei BHKWs lohnt sich der Betrieb nachts oft nicht, wenn kein Bedarf vorhanden ist und auch Solaranlagen leisten nachts keine Versorgung. Mit einem passenden Stromspeichersystem kann erzeugter überschüssiger Strom aufbewahrt und später genutzt werden. Dank der Sektorkupplung zwischen Strom- und Wärmesektor kann in Hybrid-Heizkraftwerken Wärme erzeugt werden. Dabei wird die Wärme abhängig vom aktuellen Energieangebot entweder mit einem BHKW oder elektrischen Wärmeerzeugern hergestellt.

Stromsteuerbefreiung
Strom ist von Steuern befreit, wenn der Strom in Anlagen von bis zu zwei Megawatt elektrischer Brutto-Nennleistung hergestellt wird. Der Strom muss von dem Erzeuger selbst verbraucht oder an einen Endverbraucher in der nahen Umgebung abgegeben werden.

Substrateinsatz
Substrat ist der Rohstoff, der in Gasanlagen zur Erzeugung von Biogas genutzt wird. In Deutschland ist Silomais mit rund 73% der meisteingesetzte Rohstoff in Biogasanlagen, gefolgt von Grassilage (12%) und Getreide GPS (7%). Je nach Auslastung lässt sich die Substratmenge, die benötigt wird, optimieren. Auch bei BHKWs kann der Substrateinsatz durch optimale Einstellungen und Nutzungsbedingungen reduziert werden. Dies senkt die Kosten erheblich.

TA – Luft
Die Abkürzung TA steht in diesem Begriff für die technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft. Damit werden die zulässigen Schadstoffgrenzen im Abgas von Verbrennungsmotoren und Gasturbinen angegeben. Die technische Anleitung für den Bereich Luft soll den allgemeinen Schutz und die Vorsorge vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Verunreinigung der Luft sicherstellen. Die TA Luft der deutschen Bundesregierung wurde in ihrer ursprünglichen Fassung 1964 geregelt und 2002 neu aufgesetzt. Sie ist Teil des Bundes-Immissionsschutzgesetzes und regelt einen wichtigen Aspekt des Umweltrechts. Dadurch sollen Menschen, Tiere, Pflanzen, Böden, Wasser sowie die Atmosphäre geschützt werden.

TA – Lärm
Diese technische Anleitung (TA) ist ebenfalls Teil des deutschen Immissionsschutzgesetzes und regelt in Form einer allgemeinen Verwaltungsvorschrift den Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Geräusche. Grundlage ist § 48 des Bundesimmissions-Schutzgesetz.

Teillast
Wenn ein Blockheizkraftwerkes nicht unter Volllast/Nennlast betrieben wird, spricht man von einem Teillastbetrieb. Die Teillast geht über den Bedarf der Grundlast hinaus.

Thermodynamik
Bei dem Begriff Thermodynamik spricht man auch von der Wärmelehre. Das Prinzip der Thermodynamik unterliegt vier Hauptsätzen. In Bezug auf Blockheizkraftwerke sind die ersten beiden physikalischen Regelsätze besonders hervorzuheben. Zum einen gilt, dass Wärme eine Energieform ist und zum anderen, dass Wärme nur teilweise in andere Energieformen verändert werden kann.

Trigeneration-Anlagen
Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung.

Transformator
Der Transformator ist ein elektrisches Gerät, welcher dazu dient, Spannungen und Stromstärken auf ein anderes Niveau zu bringen.

Überkapazitäten
Überkapazitäten bezogen auf die Stromerzeugung werden erreicht, wenn der Energieverbrauch geringer ist als die Energieerzeugung.

Verbrennungsmotoren
Ein Verbrennungsmotor ist ein Motor, der chemische Energie aus brennbaren Stoffen nutzt, um mechanische Energie zu produzieren. Es gibt unterschiedliche Arten von Verbrennungsmotoren, wie Ottomotoren, Dampfmotoren, Dieselmotoren oder Stirlingsmotoren.

Virtuelles Kraftwerk
Bei einem virtuellen Kraftwerk werden viele verschiedene dezentrale Kraftwerke, die räumlich nicht in Zusammenhang stehen müssen, zentral gesteuert. Die passende Zusammensetzung der teilnehmenden Kraftwerke führt dazu, dass die abzugebende Leistung an die Unregelmäßigkeiten der Nachfrage angepasst werden kann.

  • Im virtuellen Kraftwerk können Stromerzeuger und -verbraucher zusammengeschaltet sein
  • Die Kraftwerke sind digital vernetzt
  • Meist werden diese über einen Direktvermarkter zentral gesteuert

Die einzelnen Kraftwerke können aus unterschiedlichsten Typen zusammengestellt werden (Erd- und Biogas BHKWs, PV, Wind, etc.)

Volatile Stromproduktion
Volatile Stromproduktion besagt, dass die Stromerzeugung, die durch bestimmte erneuerbare Energien erfolgt, z. B. Windkraftanlagen und Photovoltaik, Witterungsbedingungen und den Gegebenheiten der unterschiedlichen Jahreszeiten und Standorten unterliegt. Daher ist die Stromproduktion dieser dezentralen Energieerzeuger schwankend (also volatil). Je höher der Anteil dieser Art der erneuerbaren Energieerzeuger im Netz wird, desto schwieriger wird es auch, die Stromnetze auszuregeln. BHKW-Anlagen unterliegen diesen äußeren Einflüssen hingegen nicht und können daher jederzeit flexibel Strom produzieren. Daher sind Biogas-BHKWs (Anlagen) ein wertvoller Schlüssel, um auch mit erneuerbarer Energie zur Netzstabilität und zur bedarfsgerechten Stromerzeugung genutzt zu werden.

Volllast
Die Auslastung einer BHKW-Anlage sollte möglichst groß sein, damit ein Gewinn in Form von günstigsten spezifischen Betriebskosten und geringstem spezifischen Energieeinsatz zu verbuchen ist. Ein Blockheizkraftwerk wird daher unter Volllast betrieben. Die Größe des Kraftwerks gibt, unter Berücksichtigung des Bedarfs an Wärme, an, wie lange die Anlage pro Jahr laufen kann. Um die besten Wirkungsgrade zu erreichen, werden BHKW-Anlagen meist in Volllast betrieben.

Wärmespeicher
Eine zusätzliche Erhöhung von Betriebszeit und Wirtschaftlichkeit von BHKWs wird durch die Zuschaltung eines Wärmespeichers möglich. Ein Wärmespeicher – meistens ein Pufferspeicher, ist nichts anderes als ein Energiespeicher, der produzierte Wärme in Form von Warmwasser zwischenspeichert, um sie zu einem anderen Zeitpunkt zu nutzen.

Wirkungsgrad elektrisch/thermisch/gesamt
Der Wirkungsgrad bezogen auf ein Blockheizkraftwerk gibt prozentual an, welche Menge an Strom und Wärme durch die eingesetzte Energie von Brennstoffen produziert werden konnte. Die Summe des elektrischen und des thermischen Wirkungsgrades ergibt den Wirkungsgrad insgesamt. Der elektrische Wirkungsgrad zeigt wie viel Prozent Strom aus der eingebrachten Energie entstanden ist. Der thermische Wirkungsgrad gibt die prozentuale erzeugte Wärme an.