Stromerzeugung mit biogenem Anteil nimmt zu

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In Baden-Württemberg wird immer mehr Strom aus dem biogenen Anteil des Abfalls gewonnen. Im Jahre 2009 wurden 488 GWh Strom aus dem biogenen Abfallanteil erzeugt. Das sind 1,5% mehr als im Vorjahr (481 GWh) und 140% mehr als zu Beginn des Jahrtausends (2000: 203 GWh). Dagegen ist der Beitrag des biogenen Anteils des Abfalls an der Wärmebereitstellung im letzten Jahr um 6,3% auf 900 GWh gesunken. Das geht aus einer ersten Abschätzung zur Entwicklung der Energiebereitstellung erneuerbarer Energien in Baden-Württemberg hervor. Laut der in der letzten Woche vom Landesumweltministerium veröffentlichten Statistik belief sich die Strombereitstellung aus erneuerbaren Energien 2009 auf insgesamt 10.044 GWh. Während sich die Beiträge von Klär- und Deponiegas mit 135 bzw. 75 GWh etwa auf Vorjahresniveau bewegten, legte insbesondere die Stromerzeugung aus Biogas nochmals deutlich zu. Ende letzten Jahres waren in Baden-Württemberg Biogasanlagen mit einer Leistung von insgesamt 162 MW (2008: 142 MW) installiert, die 2009 rund 1.064  (943) GWh Strom produzierten. Auch bei der Wärmeerzeugung legte der Beitrag von Bio-, Deponie- und Klärgas weiter zu. 2009 erzeugten diese drei Energieträger zusammen 329 GWh Wärme, verglichen mit 305 GWh in 2008 und nur 77 GWh im Jahre 2000. Insgesamt trugen erneuerbare Energien in 2009 rund 15,4% (2008: 14,6%) zur baden-württembergischen Bruttostromerzeugung bei. Damit ist das Land noch 4,6 Prozent-punkte von seiner Zielmarke für das Jahr 2020 (20%) entfernt. Der Anteil Erneuerbarer am Bruttostromverbrauch lag 2009 bei 12,8 (12,1) Prozent, der Endenergieverbrauch für Wärme bei 9,6 (8,7) Prozent. Hier liegt der Zielwert für 2020 bei 16 Prozent.

Quelle: Neue Energie, Ausgabe 13 vom 30.06.2010

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